Der Fichtenkreuzschnabel
Der Fichtenkreuzschnabel ist aufgrund seines ungewöhnlichen Schnabels ein einzigartiger Vogel. Es sieht fast so aus, als ob der Schnabel verwachsen wäre, da sich der obere und untere Teil kreuzen. Dieser Schnabel ist ihr wichtigstes Werkzeug. Der Fichtenkreuzschnabel ist für einen Finken recht groß: Ausgewachsen erreicht er eine Größe von 17 Zentimetern. Es gibt einen großen Unterschied im Gefieder zwischen dem männlichen und dem weiblichen Fichtenkreuzschnabel. Das Männchen ist nämlich dunkelrot, während die Weibchen vollständig grün sind. Die Flügel sind bei Männchen und Weibchen etwas dunkler als der Rest des Körpers. Jungvögel haben anfangs noch nicht die charakteristische Farbe des Vogels. Sie sind dann noch grau und etwas gestreift. Der Fichtenkreuzschnabel hat keinen bekannten Gesang, ist aber gut an seinem Ruf zu erkennen. Dieser Ruf klingt wie „kip kip“ und existiert in sehr vielen Dialekten. Lesen Sie unten auf dieser Seite mehr über den Fichtenkreuzschnabel!
Der Lebensraum des Fichtenkreuzschnabels

Sie finden den Fichtenkreuzschnabel vor allem an Orten, an denen Nadelbäume vorhanden sind. Sie sind daher hauptsächlich im Norden Europas und in Gebirgen anzutreffen. Auch angepflanzte Nadelwälder in tiefer gelegenen Gebieten werden vom Fichtenkreuzschnabel besucht. In den Niederlanden sind das zum Beispiel der Utrechtse Heuvelrug und die Veluwe, wo sich alte Nadelwälder befinden. Der Fichtenkreuzschnabel hat oft einen festen Platz, an dem er trinkt. Hierher kommen sie mehrmals am Tag. Wenn Sie einen Trinkplatz des Fichtenkreuzschnabels gefunden haben, können Sie ihn dort den ganzen Tag über antreffen. Hoch in der Baumkrone lassen sich manchmal ganze Gruppen von Fichtenkreuzschnäbeln nieder, wo sie an den Kiefern- oder Fichtenzapfen hängen. Der Fichtenkreuzschnabel ist ein echter Zugvogel. Außerhalb der Brutzeit ziehen sie von Skandinavien und Sibirien nach Süden und Südwesten. Sie sind jedoch sehr stark vom Vorhandensein der Nadelbäume und verfügbaren Samen abhängig. Dadurch können sie bei Mangel auch von anderen Orten in neue Gebiete abwandern. Sie tun dies oft in großen Gruppen. Sie ziehen schon früh im Sommer weg, im Juni oder Juli. Das liegt daran, dass die Brutzeit des Fichtenkreuzschnabels schon früh beginnt und deshalb auch früh endet.
Brüten und Fressen
Meistens beginnt die Brutzeit des Fichtenkreuzschnabels am Ende des Winters, im Februar. Von Februar bis April können sie dann 1 oder 2 Gelege haben. Wann gebrütet wird und wie viele Gelege es gibt, hängt von der vorhandenen Nahrungsmenge ab. Der Fichtenkreuzschnabel brütet in Gruppen und wählt seinen Partner innerhalb dieser Gruppe. Sobald die Paare gebildet und die Nester gebaut sind, werden sie in der Nähe des Nestes sehr territorial. Das Nest wird oft hoch im Baum gebaut. Das Weibchen tut dies meistens und verwendet allerlei natürliche Materialien wie Zweige, Baumrinde, Moos sowie Tierhaare und Federn. Ein Gelege enthält 3 oder 4 Eier. Das Ausbrüten dieser Eier dauert etwa 2 Wochen. Auch dies wird vorwiegend vom Weibchen erledigt. Es dauert dann noch etwa 3 Wochen, bis die jungen Fichtenkreuzschnäbel ausfliegen. Sie werden dann manchmal noch bis zu 6 Wochen sowohl vom Vater als auch von der Mutter gefüttert. Da die Bäume so wichtig für den Fichtenkreuzschnabel sind, ist es ratsam, alte Bäume in Ihrer Umgebung einfach stehen zu lassen. Besonders deshalb, weil manche Fichtenkreuzschnäbel manchmal jahrelang zu denselben Bäumen zurückkehren. Denken Sie zum Beispiel an Bäume wie die Gemeine Fichte oder die Lärche. Diese Bäume liefern oft auch die wichtigste Nahrung für den Fichtenkreuzschnabel. Sie holen nämlich mit ihrem besonderen Schnabel Samen aus den Zapfen, auch wenn diese noch nicht reif sind. Sie tun dies hängend, schneiden die Zapfen aber manchmal auch ganz ab. Dann holen sie die Samen heraus, während sie auf einem Ast sitzen.









