De Grote Lijster

Die Misteldrossel

Diesen scheuen Vogel hört man schon früh im Jahr singen. Manchmal beginnen sie hier sogar schon im Dezember damit. Sie werden dann oft mit singenden Amseln verwechselt. Der Gesang ist jedoch lauter und einfacher. Die Misteldrossel hat eine blassgraue Farbe, insbesondere am Rücken, an den Schultern und an den Flügeln. Die Unterseite des Vogels ist im Allgemeinen heller als die Oberseite und mit runden braunen Flecken bedeckt. Auch die Unterseite der Flügel ist hell gefärbt. Dies kann man besonders gut während des Fluges erkennen. Außerdem sind die Unterseite des Kopfes und der Hals ebenfalls hell. Die Misteldrossel sitzt im Vergleich zu anderen Vögeln sehr aufrecht und ist etwa 27,5 Zentimeter groß. Lesen Sie unten auf dieser Seite mehr über die Misteldrossel!

Der Lebensraum der Misteldrossel

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Die Misteldrossel lebt in weiten Teilen Europas. Kälte und Wärme verträgt sie gut, denn sie kommt auch im Norden Skandinaviens und rund um den Mittelmeerraum vor. Das einzige Kriterium für die Misteldrossel ist das Vorhandensein von ausreichend Bäumen. So wird man sie in baumlosen Regionen nicht antreffen. In den Niederlanden bedeutet dies, dass sie im Westen und Norden nur selten vorkommt. Die größte Population von Misteldrosseln findet man in Twente und im Achterhoek. Dort finden sie die Laubbäume, in denen sie am liebsten brüten. Sie wählen meist Laubwälder in der Nähe von Grasland, da sie hier gerne Jagd auf Regenwürmer machen. Die Misteldrossel ist sowohl Stand- als auch Zugvogel. Das bedeutet, dass manche Misteldrosseln am gleichen Ort bleiben, während Vögel aus dem Norden Europas in andere, wärmere Teile des Kontinents ziehen. Ende April sind alle Misteldrosseln wieder zurück im Brutgebiet. Die Brutzeit beginnt etwa Ende März. Sie haben insgesamt oft zwei Bruten mit durchschnittlich 4 Eiern pro Gelege. Nach zwei Wochen sind die Eier ausgebrütet. Danach bleiben die Jungen noch 12 bis 15 Tage im Nest. Anschließend fliegen sie aus, bleiben aber noch eine Weile in der Nähe ihrer Eltern. Sie werden dann noch ausgiebig gefüttert.

Brüten und Füttern

Misteldrosseln bauen ihre Nester oft in großer Höhe. Sie sorgen dabei dafür, dass das Nest geschützt, aber dennoch leicht erreichbar ist. Sie bauen das Nest oft aus pflanzlichem Material wie Blättern, Zweigen und Moos. Sie „mauern“ dann alles mit Hilfe von Schlamm zusammen. So schaffen sie ein stabiles Schälchen, um die Eier hineinzulegen. Da sie oft hoch im Baum brüten, kann man ihnen nicht gut durch das Aufhängen von Nistkästen helfen. Man kann sie jedoch auf andere Weise in den Garten locken, nämlich indem man dafür sorgt, dass sie genug Futter im Garten finden. Im Frühling und Sommer fressen Misteldrosseln hauptsächlich Regenwürmer. Sie suchen diese auf raffinierte Weise, nämlich indem sie den Kopf schräg halten und ein Auge auf den Boden und das andere in den Himmel richten. So können sie gut im Auge behalten, ob Greifvögel in der Nähe sind. Sie fressen auch Käfer und Schnecken. Im Winter sind deutlich weniger Insekten und Regenwürmer zu finden. Dann weichen sie auch schon mal auf Beeren und Samen aus. Um der Misteldrossel unter die Arme zu greifen, können Sie dafür sorgen, dass diese reichlich vorhanden sind. Denken Sie beispielsweise an ein 4-Jahreszeiten-Streufutter, das Sie unter Gebüsch und Ähnlichem verstreuen können. Da die Misteldrossel recht scheu ist, wird sie dort eher nach Futter suchen als auf Futtertischen. Im Sommer können Sie der Misteldrossel helfen, indem Sie den Rasen seltener mähen. Dadurch bleiben mehr Insekten und Regenwürmer vorhanden.

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