Kurz vorgestellt: der Buntspecht
Hörst du in letzter Zeit oft ein Ticken und Klopfen in deinem Garten? Dann kann es gut sein, dass sich ein Specht bei dir niedergelassen hat. Da die Wälder in unserem Land immer älter und abwechslungsreicher werden, geht es dem Specht gut. Es kann also durchaus sein, dass du einen Specht in deinem Garten antriffst. Doch nicht jeder freut sich darüber, denn Spechte sind dafür bekannt, dass sie manchmal die Eier anderer Vögel stehlen. Nichtsdestotrotz sind es schöne Vögel. Wir stellen dir heute die bekannteste Spechtfamilie und ihre Varianten vor: den Buntspecht!
Der Buntspecht

Diese Spechtart ist in den Niederlanden am weitesten verbreitet. Dieser wunderschöne Specht ist schwarz-weiß gezeichnet, hat eine rote Unterseite und deutlich sichtbare weiße Schulterflecken. Die Männchen haben zudem einen roten Fleck am Hinterkopf. Ein Buntspecht ist etwa 24 Zentimeter groß. Der Name ist daher etwas irreführend, denn so groß ist diese Spechtart eigentlich nicht. Die Art kommt am häufigsten in alten Wäldern und waldreichen Umgebungen vor. Sie legen ihr Nest daher oft in einem Baum an. Buntspechte sind auch dafür bekannt, dass sie die Eier und Jungen anderer Vögel fressen. Das ist natürlich weniger erfreulich. Lesen Sie in diesem Artikel weiter, um Tipps zu erhalten, wie Sie dies in Ihrem Garten verhindern können!
Der Mittelspecht

Der Mittelspecht ist der seltenste unter den bunten Spechtarten. Diese Art ist etwas kleiner als der Buntspecht, nämlich ca. 22 Zentimeter. Obwohl dies nur ein geringer Unterschied ist, hat der Mittelspecht auch einen kürzeren Schnabel und wirkt insgesamt gedrungener. Er ist zudem an der großen roten Kappe auf seinem Kopf zu erkennen, die größer ist als bei sowohl dem Kleinspecht als auch dem Buntspecht. Die Unterseite dieses Vogels ist lachsrosa, und der weiße Fleck auf dem Flügel ist kleiner als beim Buntspecht. Diese Spechtart kommt hauptsächlich in Laubwäldern mit alten Eichen vor. Dieser Specht wagt sich nicht an die Eier anderer Vogelarten, sondern ernährt sich hauptsächlich von Insekten und manchmal von Nüssen oder Beeren.
Der Kleinspecht

Und dann noch der Benjamin der Familie: Der Kleinspecht ist, wie der Name schon sagt, der kleinste der Familie. Dieser kleine Specht hat die Größe eines Sperlings (ca. 15 cm) und besitzt nur eine kleine rote Kappe. Beim Weibchen fehlt das Rot sogar gänzlich. Das Gefieder ist auf der Oberseite überwiegend schwarz und auf der Unterseite weiß mit schwachen grauen und schwarzen Streifen auf der Brust. Daran kann man ihn auch erkennen, da die Unterseite des Mittelspechts eher rosa gefärbt ist und beim Buntspecht sogar deutlich rot. Auch Kleinspechte mögen weiche Baumarten, die in Laubwäldern zu finden sind. Das Trommeln dieser Spechtart ist so schnell, dass es oft fast das Geräusch einer Nähmaschine imitiert!
Specht im Garten?
Möchten Sie diese Spechte etwas häufiger im Garten sehen? Dann gibt es einige Dinge, die Sie selbst tun können, um die Wahrscheinlichkeit eines Besuchs durch einen Specht in Ihrem Garten zu erhöhen.
- Spechte fressen gerne Insekten, besonders im Frühling und Sommer. Sorgen Sie also für ausreichend Bepflanzung in Ihrem Garten, das zieht Insekten an.
- Ein toter Baum ist für Spechte ein perfekter Nistplatz. Lassen Sie ihn also einfach stehen!
- Ein Spechtkasten ist ein spezieller Nistkasten für Spechte. Dieser Nistkasten hat ein verschlossenes Einflugloch, sodass der Specht dazu angeregt wird, dieses selbst herauszuhacken.
- Spechte lieben Vogelerdnussbutter. Sie können diese in einem Spechtblock (einem Stück Holz, in das Sie Löcher bohren und mit Erdnussbutter füllen) oder einfach in einem Erdnussbutterhalter anbieten. Auch andere Arten von Vogelfutter sind beliebt, bieten Sie also Abwechslung an (Samen, Beeren, Nüsse…)
Es gibt auch einen Nachteil bei der Anwesenheit von Spechten im Garten. Insbesondere der Buntspecht ist dafür bekannt, dass er Nester anderer Vögel plündert und deren Eier oder Junge frisst. Hiergegen können Sie die anderen Vögel jedoch schützen, indem Sie einige Maßnahmen ergreifen. So ist es ratsam, sich für Nistkästen mit einer verstärkten Einflugöffnung zu entscheiden. Dies sind Nistkästen, bei denen die Einflugöffnung durch eine Schutzplatte verstärkt wurde. Diese kann vom Specht nicht aufgehackt werden, wodurch er nicht an die Eier gelangen kann. Sie können auch spezielle Schutzplatten bestellen, um Vogelhäuser ohne verstärkte Öffnung nachträglich zu schützen. Ein Eichhörnchen- oder Marderschutzgitter kann ebenfalls helfen, Spechte fernzuhalten!








