5 Gründe für das Gärtnern im Herbst
Der Herbst ist die vergessene Gartenzeit: Da es draußen immer ungemütlicher wird, lassen wir im Garten schnell alles schleifen. Das ist schade, denn im Herbst bereiten Sie den Garten auf die Blüte im Frühjahr vor. Zudem hat die Gartenpflege im Herbst noch viele weitere Vorteile. In diesem Artikel verraten wir Ihnen, warum auch Sie sich im Herbst in den Garten stürzen sollten, womit Sie am besten loslegen können (und was Sie lieber lassen sollten).
Warum ist der Herbst ideal zum Gärtnern?
Obwohl die meisten Menschen ihren Garten seit Jahren hauptsächlich im Frühling in Schuss bringen, ist der Herbst ebenfalls eine ideale Jahreszeit, um deinem Außenbereich etwas mehr Aufmerksamkeit zu schenken. Wir nennen dir 5 Gründe, warum du dich auch im Herbst gut in die Gartenarbeit stürzen solltest.
- Vorbereitung auf den Frühling. Im Frühling steigen die Temperaturen und viele Pflanzenarten beginnen zu blühen. Im Herbst kannst du hierfür die beste Grundlage schaffen. Pflanzen, die im Herbst gesetzt werden, haben länger Zeit, um in der Erde gut anzuwachsen, wodurch du dich bereits im frühen Frühjahr an schönen grünen oder blühenden Pflanzen erfreuen kannst.
- Feuchterer und wärmerer Boden. Im Herbst ist der Boden vom Sommer noch warm. Das ist sowohl für neue Pflanzen als auch für Pflanzen, die du "umziehst", von Vorteil. Zudem ist der Herbst feuchter als das Frühjahr. Davon profitieren vor allem junge Pflanzen. Dadurch musst du selbst weniger häufig gießen und verhinderst, dass du während des trockenen Sommers viel Wasser verbrauchen musst.
- Biodiversität. Indem du deinen Garten sowohl mit Frühlings- als auch mit Herbstblühern gestaltest, kannst du den Garten auch im Herbst noch genießen. Dies ist auch für die Biodiversität wichtig, da es Insekten hilft, kurz vor dem Winter noch einmal Energie zu tanken.
- Klimawandel. Durch den Klimawandel werden die Wetterbedingungen extremer. Insbesondere im Sommer kommt es zu Trockenheit oder aber zu heftigen Niederschlägen, die in kurzer Zeit fallen. Sowohl Trockenheit als auch starker Regen sind schlecht für junge Pflanzen. Indem du sie im Herbst pflanzt, sind sie bereits ausgereifter und gut im Boden verankert. Zudem verhinderst du, dass du im Sommer knappes Leitungswasser zum Wässern der jungen Pflanzen verwenden musst.
- Herbstsonne. Es mag im Herbst zwar etwas frischer sein, aber es ist herrlich, bei herbstlichem Sonnenschein mit einer Jacke oder Weste draußen zu sein.
Was solltest du im Herbst im Garten tun und was lieber lassen?
Gärtnern im Herbst hat also viele positive Aspekte. Dennoch gibt es durchaus Ratschläge dazu, was du in dieser Jahreszeit im Garten tun solltest und was besser nicht:
Das solltest du im Herbst auf jeden Fall tun
- Pflanzen. Damit ist das Pflanzen von neuen Gewächsen oder Blumenzwiebeln gemeint, aber auch das Umsetzen von Pflanzen an neue Standorte. Vergiss nicht, auch heimische Pflanzen zu setzen. Das ist gut für die Biodiversität!
- Nistkästen reinigen oder neue Vogelhäuschen aufhängen. Vögel nutzen diese im Winter als Unterschlupf. Sorge auch für ein schönes Futterhäuschen mit Vogelfutter, damit die Vögel bereits vorab extra Energie für den Winter sammeln können.
- Neuen Rasen anlegen oder bestehenden Rasen freimachen. Wenn die Wetterbedingungen noch günstig sind, wird dein Rasen noch anwachsen, ohne dass du zu viel Wasser benötigst. Du kannst den Rasen auch von gefallenem Laub befreien, um kahle Stellen zu vermeiden. Wirf dieses Laub nicht weg! Mehr dazu später.
- Empfindliche Pflanzen abdecken. Das Gewicht von Schnee kann dazu führen, dass Stängel abbrechen. Das ist natürlich schade, da dies deine Pflanzen beschädigt.
Lieber nicht tun im Herbst
- Gründliches Aufräumen und zu häufiges Rasenmähen. In dieser Zeit wächst aufgrund der Feuchtigkeit so einiges zwischen deinem Rasen. Lass es ruhig stehen, denn das ist gut für die Biodiversität. "Unordnung" im Garten lässt du am besten einfach liegen, da Tiere und Insekten sich darin verstecken können.
- Gefallenes Laub. Dies ist ein Beispiel für die "Unordnung", die viele Menschen aus dem Garten entfernen. Schade, denn unter anderem Igel nutzen es als Versteck. Du kannst das Laub zwar vom Rasen entfernen oder in einer Ecke deines Gartens anhäufen. Im Frühjahr kannst du das Laub dann wegräumen oder als Nährstoff für den Boden verwenden. Vergiss nicht, dass gefallenes Laub deine Pflanzen auch vor Schnee schützt.
- Verblühte Blumen abschneiden. Auch diese nutzen Insekten. Zudem können die abgeschnittenen Enden gefrieren, was dazu führen kann, dass deine Pflanze im Frühling nicht blüht. Also am besten einfach stehen lassen!
Hilf der Natur also ein wenig auf die Sprünge und lege im Garten los, auch im Herbst. Vergiss dabei nicht, Rücksicht auf die Lebewesen in deinem Garten zu nehmen!








